Anpassungen an ephemere Ressourcen

Anpassungen an ephemere Ressourcen

Ressourcen verändern sich in ihrer Verfügbarkeit - täglich, saisonal und manchmal auch unvorhersagbar. Wir interessieren uns für die Strategien, die Tiere entwickelt haben, um mit diesen Veränderungen umzugehen. Unser Fokus ist hier auf Zug- und Jagdverhalten, aber auch wie diese durch sozialen Informationsaustausch optimiert werden. Außerdem faszinieren uns die Strategien von Tieren, die den Ressourcenveränderungen nicht durch Zug oder anderes Bewegungsverhalten folgen können.

Aktuelle Projekte

<p>The odd case of Eidolon - a long-distance migrating flying fox<a id="_anchor_1" name="_msoanchor_1" href="#__target_object_not_reachable"></a></p>
Der Palmenflughund ist (noch) das am häufigsten vorkommende Säugetier in Afrika und dennoch scheinen wir diese Art nur im Ansatz zu verstehen. Wir untersuchen das einzigartige Langstreckenzugverhalten dieser Art in einem der Pilotprojekte von ICARUS. Wir versuchen zu verstehen, wie individuelle Entscheidungen zu massiven Tierbewegungen über den afrikanischen Kontinent führen, wie diese von Umweltfaktoren beeinflusst, aber auch erleichtert werden, da die gigantischen Kolonien ein riesiges Informationsnetzwerk nutzen können. Durch das Zusammenführen unserer Daten und Schlussfolgerungen mit Studien über die Verbreitung von für den Menschen relevanten Krankheiten, können wir die Rolle der Palmenflughunde in diesem global wichtigen Thema besser einschätzen. mehr
Adaptations to ephemeral resources in tropical and temperate bat species
Wir untersuchen Fledermäuse, welche sich auf ephemere Ressourcen spezialisiert haben. Wie beeinflusst die Ressourcenverfügbarkeit in Zeit und Raum die Jagdeffizienz und wie ist diese durch Informationstransfer optimiert? Und wie wiederum sind diese unterschiedlichen Anpassungen mit dem Stoffwechsel und der Physiologie der Fledermäuse verbunden? mehr
<p>The challenge of being small - alternative wintering strategies in high-metabolic non-hibernating terrestrial mammals<a id="_anchor_1" name="_msoanchor_1" href="#__target_object_not_reachable"></a></p>

Wir arbeiten hauptsächlich mit Fledermäusen, welche fliegen und daher Tausende von Kilometern zurücklegen können, um Nahrungsengpässen und unvorteilhaften Witterungsbedingungen zu entkommen. Aber was macht ein kleines Säugetier in den gemäßigten Zonen, wenn die Jahreszeit herausfordernd wird? In einem Projekt über Rotzahnspitzmäuse untersuchen wir Dehnel’s Phänomen - eine umkehrbare Größenänderung, welche das Schrumpfen und Wachsen von Körpergewicht, Körpergröße, Schädel, einigen Hauptorganen und dem Gehirn, welches in unserem Hauptfokus liegt, beschreibt. Derzeit untersuchen wir dieses Phänomen in einer von Human Frontiers finanzierten Kollaboration mit Liliana Davalos, John Nieland und Dominik von Elverfeldt

mehr
Ecology, sociality and the evolution of brain size

Ökologie, Sozialverhalten und die Evolution von Hirngröße

Indem wir alle Forschungsfragen der anderen Projekte kombinieren, untersuchen wir die Evolution von Hirngröße mit Hilfe eines vergleichenden phylogenetischen Ansatzes. Wir nutzen bereits veröffentlichte Daten und unsere selbst gesammelten, indem wir mit phylogenetisch-korrigierten Methoden erforschen, wie stark Fledermäuse an ihre ökologische Nische angepasst sind. Zusammen mit Kamran Safi und Jeroen Smaers versuchen wir zu verstehen, wie Evolutionsmuster zu der Artenbildung der Fledermäuse auf unserem Planeten geführt haben.
Zur Redakteursansicht