Luftaufnahme des Teams der LuiKotale Bonobo Station.

Feldteam des LuiKotale Bonobo Projekts

Das Ziel des LuiKotale Bonobo Projekt ist die kontinuierliche Aufnahme von Langzeitdaten zu Verhalten und Lebensweise freilebender Bonobos. Dies macht die Mitarbeit eines Teams internationaler und nationaler Feldassistent:innen erforderlich. Ohne diese Hilfe wäre das Projekt nicht möglich. Für die internationalen Assistent:innen sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Wald oft eine große Herausforderung und ihr persönliches Engagement für das Projekt von unschätzbarem Wert.
Bild von Leonardo Berton

Leonardo Berton

Ich komme aus einem kleinen Ort in den italienischen Alpen. Mich interessieren Interaktionen und die gegenseitige Abhängigkeit von Organismen, die dasselbe Ökosystem teilen. Ebenso fasziniert mich die biologische und kulturelle Vielfalt der Anpassungen an unterschiedliche Lebensweisen. Ich habe an der Universität Turin studiert und einen Master in Naturwissenschaften. Mit Unterstützung des Erasmus Austausch-Programms war ich an einem Projekt zur Planung eines ökologischen Korridors für die Besiedlung des Lebensraums der Grauwaldsänger (Setophaga plumbea) beteiligt, einer Vogelart, die auf den Inseln Guadeloupe und Dominica heimisch ist. Für meinen Masterstudiengang habe ich Indri-Lemuren (Indri indri) in Madagaskar beobachtet. Diese Arbeit hat mir vor Augen geführt, wie entscheidend Naturschutz gerade dort ist, wo Menschen noch immer weitgehend von natürlichen Ressourcen abhängig sind. Nach einer neunmonatigen Tätigkeit als Feldassistent in LuiKotale im Jahr 2025 kehre ich im Januar 2026 zurück, um ein Projekt zur Erfassung der Bonobopopulation in einem größeren Areal aufzubauen. Darüber hinaus werde ich die Bedeutung der Savannenflächen und Waldränder des Forschungsgebiets für Zugvögel untersuchen.

Bild von Tom Brien

Tom Brien

Ich bin Masterstudent an der Universität Montpellier und habe besonderes Interesse an tropischer Ökologie. Nachdem ich bereits in Forschungsteams an Universitäten in Finnland und Mexiko sowie auf der Insel Mayotte mitgearbeitet habe, werde ab August im LuiKotale-Feldteam mitarbeiten. Zu den Aufgaben gehören botanische Studien, Erhebungen zur Säugetierfauna sowie die Gewöhnung einer weiteren Bonobogruppe an menschliche Beobachter. Außerdem werde ich an der Sammlung biologischer Proben für populationsgenetische Studien mitarbeiten. Diese Arbeiten werden mein Profil für eine zukünftige Tätigkeit im Bereich der angewandten Naturschutzbiologie im Allgemeinen und des Schutzes von Menschenaffen im Besonderen stärken.

Bild von Claire Bruxelle

Claire Bruxelle

Nach einem einjährigen Aufenthalt in LuiKotale habe ich mir ein paar Monate Auszeit genommen, um mich von Insektenstichen und den Herausforderungen zu erholen, die mit der täglichen Arbeit im Wald einhergehen. Der erste Aufenthalt im kongolesischen Regenwald war fantastisch und ich habe viel über das Verhalten von Bonobos und ihren Lebensraum gelernt. Im Oktober beginnt meine zweite Feldsaison, diesmal übernehme ich logistische und administrative Aufgaben. Bevor ich nach LuiKotale kam, habe ich mehrere Jahre in Südamerika in einer Rettungsstation für Wildtiere gearbeitet und mich dort speziell um Primaten und deren Auswilderung gekümmert. Die Kombination von der Betreuung wilder Tiere und wissenschaftlicher Arbeit entspricht zum einen meinen persönlichen Neigungen und bietet überdies einen vielversprechenden Ansatz für Naturschutzvorhaben.


Bild von Tanguy Deville

Tanguy Deville

Ich bin Naturforscher und Fotograf und arbeite an Forschungsprojekten über Vögel und Säugetiere mit. Ich habe in einer Vielzahl von Lebensräumen gearbeitet, darunter subantarktische und arktische Inseln, Savannen sowie tropische, boreale und gemäßigte Wälder. Ich bin Spezialist für das Klettern auf Bäumen, was es mir ermöglicht, in die Baumkronen tropischer Wälder zu gelangen und ihre vielfältige Fauna zu erforschen. Durch die Kombination dieser Fähigkeit mit der Fotografie erhalte ich eine ungewöhnliche Perspektive auf baumbewohnende Arten und erhalte neue Informationen über ihr Verhalten und ihre Ökologie.

Bild von Sophie Dierks

Sophie Dierks

Ich habe Mathematik mit Nebenfach Psychologie studiert und während meines Studiums als Tourguide im Zoo Hannover gearbeitet. Um mein Interesse am analytischen Denken mit meiner Faszination für das Verhalten von Tieren – insbesondere Primaten – zu verbinden, habe ich für meine Masterarbeit die Lautäußerungen von Kattas aufgezeichnet und ein Deep-Learning-Modell entwickelt, um diese Lautäußerungen automatisch zu erkennen, zu segmentieren und zu klassifizieren. Dabei habe ich nicht nur meine Liebe zur Feldforschung entdeckt, sondern auch den Wunsch verspürt, etwas für den Schutz bedrohter Tierarten zu tun. Ab März werde ich mit dem Team von LuiKotale zur Langzeitdatenerhebung beitragen.

Bild von Lorenzo Dudziak

Lorenzo Dudziak

Im Jahr 2024 schloss ich mein Bachelorstudium in Biologie an der Universität Leiden in den Niederlanden ab. Im Rahmen des Studiums stellte ich fest, dass mich Themen rund um Evolution, Ökologie und Tierverhalten besonders interessierten. Mein Forschungsprojekt, das sich mit dem Vorkommen einheimischer Insektenarten befasste, bestätigte mein Interesse an diesen Bereichen. 2026 schloss ich meinen Master in Biowissenschaften an der Universität Amsterdam ab. Während dieses Studiums entdeckte ich das Fachgebiet der Verhaltensökologie, das sich damit befasst, wie die Umwelt das Verhalten von Tieren prägt. Im Rahmen dieses Studiums arbeitete ich mit in Gefangenschaft lebenden Schimpansen im Zoo Beekse Bergen in den Niederlanden sowie mit wildlebenden Populationen von Zwergseidenäffchen im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Ab August werde ich im LuiKotale-Bonobo-Projekt mitarbeiten, um weitere praktische Erfahrungen zu sammeln.

Bild von Emmalee Eslinger

Emmalee Eslinger

Während meines Studiums der Umweltbiologie und Anthropologie an der Washington University in St. Louis entdeckte ich meine Leidenschaft für die Primatologie. Anhand von Aufnahmen autonomer Kamerafallen untersuchte ich Verhalten und Demografie einer nicht an Menschen gewöhnten Population zentralafrikanischer Schimpansen. Nach meinem Abschluss verbrachte ich den Sommer beim Uaso Ngiro Baboon Project in Laikipia, Kenia, wo ich das Fortpflanzungsverhalten von Olivenpavianen untersuchte. Ab Januar 2026 werde ich im LuiKotale Bonobo Project mitarbeiten und Langzeitdaten zu Verhalten und Lebensweise aufnehmen. Im Rahmen meiner zukünftigen wissenschaftlichen Ausbildung möchte ich untersuchen, wie individualisierte soziale Beziehungen die Lebensgeschichte von Primaten beeinflussen.

Bild von Paolo Fabrizzio

Paolo Fabrizzio

Ich habe Global Change Ecology an der Universität Triest (Italien) studiert, wo ich ein starkes Interesse an Naturschutz und Verhaltensökologie entwickelte. Ich habe mich schon immer für Feldforschung interessiert und im Juni 2024 bekam ich die Gelegenheit, für neun Monate in Südafrika als Assistent das Verhalten von Chacma-Pavianen (Papio ursinus) zu untersuchen. Diese Erfahrung hat meine Leidenschaft für die Primatenforschung und die Feldarbeit verstärkt. Ab Januar 2026 werde ich in LuiKotale als Assistent in einer Studie mitarbeiten, die die Paarungsstrategien männlicher Bonobos untersucht.

Bild von Maddie Hurysz

Maddie Hurysz

Während meines BA/MS-Studiums an der Boston University entdeckte ich meine Leidenschaft für die Primatologie und Verhaltensforschung, insbesondere für soziale Interaktion und Kognition. In dieser Zeit hatte ich die Gelegenheit, im Labor für Primatenökologie und Artenschutz der BU zu arbeiten und dort die Jugendentwicklung sowie die Auswirkungen traumatischer Erlebnisse, beispielsweise dem Verlust der Mutter, bei Orang-Utans zu untersuchen. Nach meinem Abschluss setzte ich meine Arbeit mit denselben Orang-Utans im Gunung-Palung-Nationalpark in Westkalimantan, Indonesien, als wissenschaftliche Mitarbeiterin fort und sammelte dabei Verhaltens- und photogrammetrische Daten. Ich freue mich sehr darauf, ab Oktober 2026 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei LuiKotale den nächsten Schritt meiner Laufbahn einzuleiten und dort Bonobos zu erforschen.


Bild von Amy Hutchison

Amy Hutchison

Ich habe Zoologie und Meereswissenschaften an der University of Western Australia studiert. Nach meinem Abschluss verbrachte ich eine Feldsaison als Fledermausbiologe in Indonesien, was mein Interesse an der Arbeit im Regenwald weckte. Nach meiner Rückkehr nach Australien arbeitete ich mehrere Jahre lang für ein Umweltberatungsunternehmen und führte Felduntersuchungen im gesamten Outback von Westaustralien durch. Nach einer kurzen Tätigkeit als Umweltberater für eine Goldmine zog ich für fünf Monate nach Malawi, um dort im Bereich Fledermausschutz und -forschung zu arbeiten. Dort wirkte ich an einem Projekt zur Erforschung von Fledermäusen und Krankheiten mit und schulte Freiwillige in Techniken zur Fledermauserfassung. Im Februar 2025 schloss ich mich dem LuiKotale-Feldteam an, um mein Interesse an Verhaltensökologie mit meiner Liebe zur Arbeit im Regenwald zu verbinden. Nachdem ich meine Tätigkeit als Umweltberaterin in Westaustralien wieder aufgenommen habe, freue ich mich sehr darauf, im August 2026 nach LuiKotale zurückzukehren.

Aerial view of the Team of the LuiKotale Bonobo Station.

...und Bewohner:innen der benachbarten Dörfer

Das LuiKotale Bonobo-Projekt wird von den benachbarten Dörfern unterstützt und ermöglicht damit den Menschen vor Ort ein zusätzliches Einkommen.
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