Luftaufnahme des Teams der LuiKotale Bonobo Station.

Feldteam des LuiKotale Bonobo Projekts

Das Ziel des LuiKotale Bonobo Projekt ist die kontinuierliche Aufnahme von Langzeitdaten zu Verhalten und Lebensweise freilebender Bonobos. Dies macht die Mitarbeit eines Teams internationaler und nationaler Feldassistent:innen erforderlich. Ohne diese Hilfe wäre das Projekt nicht möglich. Für die internationalen Assistent:innen sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Wald oft eine große Herausforderung und ihr persönliches Engagement für das Projekt von unschätzbarem Wert.
Bild von Leonardo Berton

Leonardo Berton

Ich komme aus einem kleinen Ort in den italienischen Alpen. Mich interessieren Interaktionen und die gegenseitige Abhängigkeit von Organismen, die dasselbe Ökosystem teilen. Ebenso fasziniert mich die biologische und kulturelle Vielfalt der Anpassungen an unterschiedliche Lebensweisen. Ich habe an der Universität Turin studiert und einen Master in Naturwissenschaften. Mit Unterstützung des Erasmus Austausch-Programms war ich an einem Projekt zur Planung eines ökologischen Korridors für die Besiedlung des Lebensraums der Grauwaldsänger (Setophaga plumbea) beteiligt, einer Vogelart, die auf den Inseln Guadeloupe und Dominica heimisch ist. Für meinen Masterstudiengang habe ich Indri-Lemuren (Indri indri) in Madagaskar beobachtet. Diese Arbeit hat mir vor Augen geführt, wie entscheidend Naturschutz gerade dort ist, wo Menschen noch immer weitgehend von natürlichen Ressourcen abhängig sind. Nach einer neunmonatigen Tätigkeit als Feldassistent in LuiKotale im Jahr 2025 kehre ich im Januar 2026 zurück, um ein Projekt zur Erfassung der Bonobopopulation in einem größeren Areal aufzubauen. Darüber hinaus werde ich die Bedeutung der Savannenflächen und Waldränder des Forschungsgebiets für Zugvögel untersuchen.

Bild von Gilly Denham

Gilly Denham

Ich bin absolut fasziniert von Menschenaffen und ihrer Kultur und träume seit meiner Kindheit davon, mit unseren engsten Verwandten in freier Wildbahn zu arbeiten. Ich bin in Pasadena, Kalifornien, aufgewachsen und habe meine ersten Erfahrungen mit Tieren im Zoo von Los Angeles gesammelt, wo ich als Schülerin und während meines Zwischenjahres ehrenamtlich gearbeitet habe. Für das College zog ich nach Massachusetts und schloss im Juni 2025 mein Biologiestudium am Williams College ab. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit forschte ich über zwei sich kreuzende Arten von Feldgrillen. Ich untersuchte die Geschichte ihrer Artbildung und analysierte den Genfluss zwischen den beiden Arten. Seit Juli bin ich in LuiKotale und trage zur Sammlung von Langzeitdaten bei. Später möchte ich ein Studium der Evolutionsbiologie absolvieren und hoffe, dass ich in dem Kontext auch mit Primaten im Feld arbeiten kann!

Bild von Tanguy Deville

Tanguy Deville

Ich bin Naturforscher und Fotograf und arbeite an Forschungsprojekten über Vögel und Säugetiere mit. Ich habe in einer Vielzahl von Lebensräumen gearbeitet, darunter subantarktische und arktische Inseln, Savannen sowie tropische, boreale und gemäßigte Wälder. Ich bin Spezialist für das Klettern auf Bäumen, was es mir ermöglicht, in die Baumkronen tropischer Wälder zu gelangen und ihre vielfältige Fauna zu erforschen. Durch die Kombination dieser Fähigkeit mit der Fotografie erhalte ich eine ungewöhnliche Perspektive auf baumbewohnende Arten und erhalte neue Informationen über ihr Verhalten und ihre Ökologie.

Bild von Sophie Dierks

Sophie Dierks

Ich habe Mathematik mit Nebenfach Psychologie studiert und während meines Studiums als Tourguide im Zoo Hannover gearbeitet. Um mein Interesse am analytischen Denken mit meiner Faszination für das Verhalten von Tieren – insbesondere Primaten – zu verbinden, habe ich für meine Masterarbeit die Lautäußerungen von Kattas aufgezeichnet und ein Deep-Learning-Modell entwickelt, um diese Lautäußerungen automatisch zu erkennen, zu segmentieren und zu klassifizieren. Dabei habe ich nicht nur meine Liebe zur Feldforschung entdeckt, sondern auch den Wunsch verspürt, etwas für den Schutz bedrohter Tierarten zu tun. Ab März werde ich mit dem Team von LuiKotale zur Langzeitdatenerhebung beitragen.

Bild von Emmalee Eslinger

Emmalee Eslinger

Während meines Studiums der Umweltbiologie und Anthropologie an der Washington University in St. Louis entdeckte ich meine Leidenschaft für die Primatologie. Anhand von Aufnahmen autonomer Kamerafallen untersuchte ich Verhalten und Demografie einer nicht an Menschen gewöhnten Population zentralafrikanischer Schimpansen. Nach meinem Abschluss verbrachte ich den Sommer beim Uaso Ngiro Baboon Project in Laikipia, Kenia, wo ich das Fortpflanzungsverhalten von Olivenpavianen untersuchte. Ab Januar 2026 werde ich im LuiKotale Bonobo Project mitarbeiten und Langzeitdaten zu Verhalten und Lebensweise aufnehmen. Im Rahmen meiner zukünftigen wissenschaftlichen Ausbildung möchte ich untersuchen, wie individualisierte soziale Beziehungen die Lebensgeschichte von Primaten beeinflussen.

Bild von Paolo Fabrizzio

Paolo Fabrizzio

Ich habe Global Change Ecology an der Universität Triest (Italien) studiert, wo ich ein starkes Interesse an Naturschutz und Verhaltensökologie entwickelte. Ich habe mich schon immer für Feldforschung interessiert und im Juni 2024 bekam ich die Gelegenheit, für neun Monate in Südafrika als Assistent das Verhalten von Chacma-Pavianen (Papio ursinus) zu untersuchen. Diese Erfahrung hat meine Leidenschaft für die Primatenforschung und die Feldarbeit verstärkt. Ab Januar 2026 werde ich in LuiKotale als Assistent in einer Studie mitarbeiten, die die Paarungsstrategien männlicher Bonobos untersucht.

Bild von Alice Freiria

Alice Freiria

Ich habe Naturschutzbiologie an der Bundesuniversität von São Carlos (UFSCar - Lagoa do Sino, Brasilien) studiert, wo ich meine Leidenschaft für Primaten vertiefte und ein starkes Verständnis für die Beteiligung der Gemeinschaft am Naturschutz entwickelte. Während meines Studiums arbeitete ich an Projekten zur Überwachung von Säugetieren auf dem Campus und in nahe gelegenen ländlichen Gebieten, einer Region, mit Restbeständen des Atlantischen Waldes und des Cerrado, zwei der am stärksten bedrohten Biome Brasiliens. Diese Projekte konzentrierten sich insbesondere auf den Schwarzen Löwentamarin, eine gefährdete einheimische Art und das Symbol des Staates São Paulo. Außerdem leitete ich die Zoologiegruppe (GEZ UFSCar LS) und koordinierte die Öffentlichkeitsarbeit und Umwelterziehung, um das Bewusstsein für die biologische Vielfalt vor Ort zu schärfen. Zu meinen Interessen gehören Verhaltensökologie und Ethnobiologie, insbesondere die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und lokalem Wissen. Seit August 2025 bin ich Teil des LuiKotale Feld-Teams. Diese Aufgabe deckt sich mit meinem Engagement für die Erforschung gefährdeter Primaten und meinen Wunsch, direkt zum Naturschutz vor Ort beizutragen.

Bild von Colin Hadley

Colin Hadley

Ich bin Biologe mit besonderem Interesse an Verhaltens- und Populationsökologie und habe einen Bachelor of Science in Zoologie von der North Carolina State University. In Costa Rica habe ich erste Erfahrungen mit Studien an freilebenden Primaten gesammelt. Später arbeitete ich als Assistent im LuiKotale Bonobo Projekt, trainierte Spürhunde im Westen der Vereinigten Staaten und assistierte bei der Erfassung von Langzeitdaten im Mara-Hyänen-Projekt. Bevor ich mein Studium fortsetze, bin ich für einen zweiten Aufenthalt nach LuiKotale zurückgekehrt wo ich Langzeitdate aufnehme und neue Assistenten trainieren werde.

Bild von Justine Le Hingrat

Justine Le Hingrat

Nach meinem Bachelor-Abschluss in Biologie bin ich 2015 zum ersten Mal nach Afrika gereist, um in einer Schimpansenauffangstation zu arbeiten. Zunächst arbeitete ich sechs Monate lang als Freiwillige, dann kehrte ich 2018 in die Auffangstation zurück, um das Team der Freiwilligen zu schulen. Ich war acht Jahre lang für diese Organisation tätig. Von November 2023 bis November 2024 war ich Camp Managerin im LuiKotale Bonobo Project. Im August 2025 kehrte ich nach LuiKotale zurück, um wieder die administrativen und logistischen Aufgaben zu übernehmen.

Bild von Téo Novel-Jandet

Téo Novel-Jandet

Ich habe einen Master in Biodiversitätsmanagement von der Universität Toulouse, wo ich mir Kenntnisse in Ökologie, Naturschutz und Feldforschung angeeignet habe. Ich bin leidenschaftlicher Naturforscher mit einem breiten Interesse an Herpetologie, Ornithologie und Mammalogie. Im Rahmen mehrere Feldmissionen in Bergregionen Südafrikas habe ich die Reptilienfauna und die Nischenaufteilung von Reptilienarten im Soutpansberg untersucht. Diese Erfahrungen haben nicht nur mein wissenschaftliches Profil, sondern auch meine Begeisterung für die Arbeit in abgelegenen Landschaften gestärkt. Ich liebe Umgebungen, die noch gut erhalten sind und Möglichkeiten für Entdeckungen und langfristigen Naturschutz bieten. Ab März 2026 werde ich für ein Jahr als Camp- und Forschungsleiter beim LuiKotale Bonobo Project mitarbeiten.

Bild von Urs Schmid

Urs Schmid

Ich komme aus Zürich und bin gelernter Elektromonteur. Seit 1986 arbeitete ich als Freelancer als Beleuchter und Maschinist auf dem Schweizer Filmmarkt, renoviere Häuser und erledige alle Aufgaben, für die es sonst Handwerker braucht. Daneben bin ich viel auf Reisen unterwegs und war mit dem Fahrrad in Madagaskar, Sri Lanka, Indien, Pakistan und China. In Madagaskar war ich vier Tage auf der Halbinsel Masoala im Dschungel und seitdem lockt es mich, einmal länger die Tropenwälder unseres schönen Planeten zu besuchen. Das hat nun geklappt und ich freue mich riesig darauf, in Luikotale meine handwerklichen Fähigkeiten einzubringen und dabei neue Menschen und den Regenwald kennen zu lernen.

Bild von Gelinas Taylor

Gelinas Taylor

Ich habe an der Universität von Vermont Psychologie und englische Literatur studiert. Während meines Studiums entdeckte ich meine Leidenschaft für Wildtierbiologie und nahm an außerschulischer Feldforschung und Freiwilligenarbeit teil. Nach meinem Abschluss verbrachte ich ein Jahr (Juli 2024 - Juli 2025) damit, das Verhalten von Tüpfelhyänen im Rahmen des Mara-Hyänen-Projekts (im Maasai Mara Reservat im Südwesten Kenias) zu beobachten. Diese Erfahrungen haben meine Liebe und Wertschätzung für Naturschutz, Ökologie und langfristige Verhaltensdatenerfassung weiter gefördert. Ab August 2025 werde ich diese Erfahrungen durch Beobachtungen von wilden Bonobos im LuiKotale Bonobo Project vertiefen.

Bild von Isaac van Asch

Isaac van Asch

Ich habe 2024 meinen Master in Evolution und Biodiversität an der Universität Ghent abgeschlossen. Im Rahmen eines Austauschprogramms studierte ich an der Uni Stockholm Ethologie. In der Abschlussarbeit befasste ich mich mit dem aggressiven Verhalten von Schimpansen und Bonobos im Zoo. Kern der Arbeit war die Frage, wie sich die ontogenetische Entwicklung von aggressivem Verhalten beider Arten unterscheidet und welche Rückschlüsse sich daraus auf die Evolutionsgeschichte ergeben. Neben der Verhaltensforschung interessiere ich mich für die Evolution des Menschen sowie für angewandte Themen der Wissenschaftskommunikation. In diesem Zusammenhang habe ich als Lehrer für Biologie und Mathematik gearbeitet. Seit Dezember 2025 bin ich als Assistent im Luikotale Bonobo Project tätig und freue mich sehr, endlich mit Bonobos in freier Wildbahn arbeiten zu können. Danach möchte ich meine Studien zum Verhalten und zur Evolution von Menschenaffen fortsetzen.

Aerial view of the Team of the LuiKotale Bonobo Station.

...und Bewohner:innen der benachbarten Dörfer

Das LuiKotale Bonobo-Projekt wird von den benachbarten Dörfern unterstützt und ermöglicht damit den Menschen vor Ort ein zusätzliches Einkommen.
Zur Redakteursansicht