Bewerbungen für neues Promotionsprogramm des Max-Planck-Instituts / der Universität Konstanz möglich

Die neue International Max Planck Research School for Quantitative Behaviour, Ecology and Evolution vom Labor zum Feld (IMPRS-QBEE) hat ihre Arbeit aufgenommen und bietet Promotionsprojekte für 2022 an

16. Dezember 2021
Die IMPRS für Quantitatives Verhalten, Ökologie und Evolution vom Labor bis zum Feld (IMPRS-QBEE) bietet Projekte für 2022 an.

Das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie (MPI-AB) hat gemeinsam mit dem Fachbereich Biologie der Universität Konstanz ein neues Doktorand:innenprogramm - das IMPRS-QBEE - für das Jahr 2022 aufgelegt.

Die IMPRS-QBEE ist ein strukturiertes Graduiertenprogramm für Doktorand:innen aus der ganzen Welt, deren Forschungsinteressen in den Bereichen Verhaltensbiologie, Ökologie, Evolution, Physiologie und Neurobiologie von Tieren liegen.

Die Fakultät - bestehend aus über 30 führenden Forscher:innen des MPI-AB und des Fachbereichs Biologie der Universität - hat das Programm 2022 mit einer Reihe von Promotionsprojekten gestartet. Diese reichen von neuronalen Verhaltensgrundlagen über die Dynamik ganzer Tiergesellschaften bis hin zum Einsatz modernster Technologien zum Vergleich der Kognition von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren. Bewerbungen für Doktorand:innen sind ab sofort möglich unter  www.ab.mpg.de/registration

"Die Vision des MPI-AB legt den Grundstein für die neue IMPRS-QBEE, indem wir unsere IMPRS-Absolvent:innen darauf vorbereiten Verhalten, Ökologie und Evolution in der natürlichen Welt zu verstehen und vorherzusagen", sagt Martin Wikelski, geschäftsführender Direktor des MPI-AB.

Ein neu konzipiertes Programm

Die IMPRS-QBEE baut auf dem erfolgreichen Promotionsprogramm IMPRS for Organismal Biology auf, das 12 Jahre lang als Partnerschaft zwischen dem Max-Planck-Institut für Ornithologie und der Universität Konstanz betrieben wurde. Mit der Gründung des neuen MPI-AB in Konstanz im Jahr 2019 wurden Pläne für ein grundlegend neu konzipiertes Promotionsprogramm auf den Weg gebracht, das die thematischen Schwerpunkte der drei Abteilungen des Instituts unter der Leitung von Iain Couzin, Meg Crofoot und Martin Wikelski widerspiegeln soll.

Die IMPRS-QBEE will Doktorand:innen mit dem nötigen Fachwissen ausstatten, um sowohl im Labor als auch in der Praxis hervorragende Leistungen zu erbringen. Sie werden Zugang zu hochmodernen quantitativen Instrumenten wie fortschrittlichen Bildgebungs-, Tierverfolgungs- und Virtual-Reality-Systemen haben und von der langjährigen internationalen Zusammenarbeit an den Feldstandorten des MPI-AB, wie dem Smithsonian Tropical Research Institute in Panama und dem Mpala Research Center in Kenia, profitieren.

Gegenseitige Betreuung

Die Doktorand:innen arbeiten bei ihren Forschungsprojekten eng mit ihren Betreuer:innen zusammen und werden bei der Ausarbeitung der Dissertation zusätzlich von den Mitgliedern des Beratungsausschusses begleitet. Darüber hinaus bietet das Programm ein erstklassiges Curriculum zur Entwicklung spezifischer Forschungskompetenzen und fachübergreifenden Fähigkeiten. Des Weiteren werden Unterstützung bei der Vernetzung und Karriereberatung angeboten, um die Doktorand:innen für ihre künftige Karriere zu qualifizieren.

"Das Ziel ist, dass sich unsere Promovierenden ermutigt fühlen, ihre Kreativität innerhalb des bestehenden ethischen Rahmens zu entfalten und ihre Promotionserfahrung als einen Prozess zu sehen, in dem sie ausgebildet werden, aber auch ihr eigenes Fachwissen an die Gemeinschaft zurückgeben", sagt Francisca Rosa Mende, Koordinatorin der IMPRS-QBEE. "Unser Plan sieht vor, dass Doktorand:innen Mentoren für junge Stipendiaten in ihrem letzten Jahr werden."

Chancengleichheit und Vielfalt

Die IMPRS-QBEE bringt neue Ideen ein, die zu den Visionen des neu gegründeten Instituts und seinen Mitgliedern passen: Ein Schwerpunkt wird die gezielte Ansprache und Förderung von Studierenden sein, die nicht aus "klassischen" forschungsstarken Ländern kommen. "Aufgrund unseres großen Anteils an Feldforschung, insbesondere in afrikanischen Ländern, sehen wir diese verstärkte Förderung als unsere Verpflichtung an, die der gesamten Vielfalt innerhalb unseres neuen Programms, aber auch der Max-Planck-Gesellschaft insgesamt zugute kommen wird", sagt Rosa Mende.

 "Gemeinsam mit unseren Partnern im Fachbereich Biologie der Universität Konstanz wollen wir die Hürden für Bewerber:innen mit unterrepräsentiertem Hintergrund senken. Wir streben an, dass alle Kandidat:innen gleiche Chancen haben, in unser Promotionsprogramm aufgenommen zu werden und den ersten von vielen Schritten einer erfolgreichen Karriere in den Bereichen Tierverhalten, Ökologie, Evolution, Physiologie, Neurobiologie zu machen."

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