
Untersuchung hydrodynamischer Interaktionen bei Fischschwärmen mithilfe von Robotermodellen
Wenn Fische in Schwärmen schwimmen, reagieren sie nicht nur auf das, was sie sehen, sondern auch auf die Wasserströmung um sie herum - eine Strömung, die sie selbst erzeugen und die von den Bewegungen der anderen beeinflusst wird. Man geht davon aus, dass diese hydrodynamischen Interaktionen eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung von Fischschwärmen spielen, aber aufgrund der Komplexität turbulenter Strömungen sind sie mit herkömmlichen Modellen oder Simulationen nur sehr schwer zu untersuchen.
Um diese verborgene Ebene der Interaktion zu erforschen, verwenden wir bioinspirierte Roboterfische, die die Form, Bewegung und Schwimmmuster echter Fische genau nachahmen. Diese Roboter können die Bewegungen von Fischen, die in natürlichen Schwärmen beobachtet werden, genau nachahmen, so dass wir die Fluiddynamik der Umgebung sehr detailliert rekonstruieren und messen können.
Durch die Kombination von robotergestützter Wiedergabe, Strömungsmessung und datengesteuerter Modellierung untersuchen wir, welche Arten von hydrodynamischen Hinweisen (falls vorhanden) Fische wahrnehmen und wie solche Hinweise soziale Informationen wie die Anwesenheit, Richtung oder Anstrengung eines Nachbarn transportieren könnten.

