Max-Planck-Tag 2018

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Das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell am Bodensee war am 14. September an gleich drei Orten vertreten: Am Institutsgelände in Radolfzell wurde der neue Imaging Hangar vorgeführt: Was früher eine Scheune war, wird nun als High-Tech-Labor genutzt: Die Besucher konnten erfahren, wie ihre Bewegungen durch den Raum durch ein System mit 26 Kameras erfasst und direkt digital verarbeitet werden können. Danach hatten sie die wertvolle Gelegenheit, auf der Konferenz „Animove“ Wissenschaftler aus aller Welt zu treffen, die in spannenden Kurzvorträgen von ihrer Forschung berichteten. Den Abschluss bildete MPI-Wissenschaftler Dr. Kamran Safi mit seinem Bericht über Tierwanderungen im digitalen Zeitalter. 

An der Universität Konstanz öffneten die Labore der Schwarmforschung der Gruppe um Prof. Dr. Iain Couzin ihre Türen. Dabei erlebten Besucher zum Teil selbst, wie sich mit Hilfe von virtuellen Realitäten das Verhalten gezielt manipulieren und studieren lässt. Wie wichtig Feldstudien dennoch sind, zeigten im Anschluss Dr. Simon Gingins und Dr. Blair Costelloe bei ihren Berichten aus Israel und Afrika.

Auf der Insel Mainau wurde das globale Tierbeobachtungs-System ICARUS von Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Wikelski vorgestellt. Nach den Führungen durch die Jahresmotto-Ausstellung „Vom Bodensee nach Afrika - auf Langstrecke mit ICARUS“ begrüßte Bettina Gräfin Bernadotte Schülerinnen und Schüler im Palmenhaus. Die „Nobelpreisträger von morgen“ berichteten von ihren Aktivitäten mit dem Öffentlichkeitszentrum MaxCine im Wissenschaftscamp und stellten ihre eigenen Visionen vor, wie sie durch Wissenschaft die Zukunft unseres Planeten aktiv mitgestalten wollen. Im Gespräch mit Wikelski stellten sie auch kritische Fragen nach dem Sinn und der Verantwortung der Grundlagenforschung. Petra Bialoncig vom Vorstand der Werner und Erika Messmer-Stiftung hob hervor, wie wichtig es ist, Jugendliche in die Wissenschaft zu integrieren. So mancher Denkanstoß mag an diesem Abend sowohl Besuchern als auch Wissenschaftlern gegeben worden sein – sie hatten im Anschluss noch einige Zeit, an Kommunikationsinseln ihre Gedanken und Ideen zu diskutieren.

 

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